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Neue Anforderungen an Callcenter
Sind Werebeanrufe bei Unternehmen und Freiberuflern verboten? Nein.Das Urteil des Bundesgerichtshofes über Anrufe von Headhuntern in Unternehmen hat positive Auswirkungen auf das Telefonmarketing im B2B-Bereich. Dieser Ansicht ist der Wettbewerbsexperte Dr. Stephan Pauly. Seiner Meinung nach können infolge dieses Urteils Anrufe bei Gewerbetreibenden nicht wettbewerbswidrig sein, wenn Produkte vorgestellt werden, für die es Anhaltspunkte eines Interesses beim Angerufenen gibt. Der BGH hat mit seinem Urteil (Az.: I ZR 73/02) die Interessen von Werbetreibenden als schutzwürdig berücksichtigt, indem er ein vollständiges Verbot telefonischer Werbung/ Kontaktaufnahme im Unternehmen als nicht gerechtfertigt abgelehnte. Sind Call-Center bei Werbeanrufen verpflichtet ihre Rufnummer anzuzeigen? Ja, der Bundesrat hat am vergangenen Freitag das Gesetz zur Bekämpfung unerlaubter Telefonwerbung beschlossen. Das Paket beinhaltet folgende Neuregelungen: 1. Bußgeldtatbestand Verstöße gegen das Verbot unerlaubter Telefonwerbung (§ 7 Abs. 2 UWG) können künftig mit einem Bußgeld von bis zu 50.000 Euro geahndet werden. Außerdem wird im Gesetz klargestellt, dass Werbeanrufe nur dann zulässig sind, wenn der Angerufene vorher dem Anrufer gegenüber ausdrücklich erklärt hat, Werbeanrufe erhalten zu wollen. 2. Verbot der Rufnummernunterdrückung Ein Verbot der Rufnummernunterdrückung bei Werbeanrufen wird im Telekommunikationsgesetz (TKG) etabliert, damit die Identität des Anrufers erkennbar wird. Ein Verstoß gegen das Verbot der Rufnummernunterdrückung ist künftig ebenfalls Bußgeld bewehrt: Hier droht eine Geldbuße bis zu 10.000 Euro.
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